Sahnetortencarpaccio - das Buch!


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Also kurz die Gemüsesticks beiseite schieben und sich neuen Lesestoff auf den E-Book Reader oder den PC ziehen! Wohl bekomm's.

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Du bist was du isst

Würde dieser Spruch stimmen, ja dann – Sie haben es erraten – wäre ich wohl ein lachendes Nutellaglas. Allerdings habe ich meinen Nutellakonsum schon drastisch zurückgefahren und ernähre mich meinem Empfinden nach eigentlich ganz gut. Ich bin weder Stammkunde in diversen Fastfood Läden, noch gibt es zu Hause irgendwelchen Fertigfraß. Ich koche gerne selbst mit frischen Zutaten und es gibt sogar Gemüse! Besonders am Wochenende kredenze ich mit viel Zeit und Muße meist Fisch, Hähnchenbrustfilet, mageres Rindfleisch oder Meeresfrüchte. Wo kommen denn dann die netten kleinen Reserven an der Hüfte her? Schlurfe ich nachts evtl. schlafwandlerisch zu Mcdonalds und Burger King? Friedhof der Kuschelburger sozusagen? Oder liegt der Kalorienteufel im Detail? Das interessiert mich brennend.

Um das herauszufinden führe ich seit 3 Wochen Buch über jeden Bissen. Klingt nervig – ist es auch. Aber mein Ernährungsberater muss ja irgendetwas haben um meine Ernährung zu analysieren. Ich bin gespannt auf die Erkenntnisse, die er mir dann mitteilen wird. Natürlich sehe ich auch mal wieder selbst wo kleine Kalorienfallen und Ernährungsfehler lauern….

Ja ich weiß dass z.B. Obst in die Ernährungspyramide gehört wie Tut Ench Amun in seinen güldenen Sarkophag. Nur leider hat es sich Obst mit mir ziemlich verdorben im wahrsten Sinne des Wortes. Obst ist zickig. Kaufe ich Bananen, sind sie am nächsten Tag braun. Kaufe ich Mangos, erwische ich die Fasrigen oder die Unreifen. Kaufe ich Erdbeeren, tragen sie am nächsten Tag Pelz. Äpfel sind mehlig oder sauer (gibt es überhaupt knackige süße Äpfel??) und bis ich eine Ananas geschält und entkernt habe, habe ich keine Lust mehr sie zu essen. Wir kommen einfach nicht zusammen das Obst und ich. Falls sie sich jemals gefragt haben wer dieses fertig geschnittene Obst aus dem Kühlregal kauft – meiner einer. Ab und an für’s gute Gewissen. „Richtiges“ Obst kaufe ich eigentlich nur noch zu Dekorationszwecken – die Obstschale sieht sonst so trostlos und unbunt aus.

Würde Obst sich nicht so anstellen, hätten Orangen keine ekligen weissen Zwischenhäute und gäbe es Wassermelonen ohne Kerne – dann...ja dann könnten wir echt mal Freunde werden. Das Obst und ich.

Dafür versuche ich wenigstens regelmäßig Gemüse zu essen. Das kann man mit ner Küchenmaschine schnell zurechthäckseln und irgendwo im Essen verstecken. Und manchmal schmeckt es sogar richtig gut. Heute nicht. Paprika gefüllt mit Hüttenkäse...tja. Trotz aller verfügbaren Gewürze und gutem Willen schmeckt es nach eingeschlafenen Füßen. Als ich gerade versuche mir die letzten Bissen schönzureden klinget der Eismann in unserer Straße. Das Leben ist echt grausam. Ich versuche ihn geflissentlich zu überhören aber er bimmelt weiter. Hör auf zu klingeln du sizilianischer Kaloriendealer! ICH!WILL!KEIN!EIS!

Sabotage wo man hinschaut. Will ich im Supermarkt einfach nur den fettärmsten Joghurt den es gibt, kann man sich sicher sein, dass direkt daneben die Sahnejoghurts und Puddingtöpfchen platziert sind. Als wollten sie sagen „Tja, wenn du nicht so mopsig wärst könntest du auch uns kaufen anstatt den faden 0,1% Fett Naturjoghurt – nänänänänännnääää!“ Mieses Pack! Alle miteinander!

Ich glaub ich brauch Zucker…sofort….*heul*

Wochenend

Wochenend - und da fehlt doch was?

Dieses große helle gelbe Ding am Himmel fehlt. Wie hieß es nochmal? Naja fällt mir schon wieder ein. Der Vorteil des miesen Wetters liegt einzig und allein darin, dass ich nicht am See liege und ständig meinen Bauch bis zur Wirbelsäule einziehen muss. Lachen sie nicht – das ist harte Arbeit!!! Ich komme mir dabei vor wie William Shatner als Cpt. Kirk!

Jeden Morgen sage ich zu meinem Spiegel mit Verweis auf mein Bäuchlein: „Guck ihn dir nochmal an – bald ist er nicht mehr da.“ Hoffnung ist was tolles. Noch toller wäre es, wenn ich einfach schnippen und wieder in meine alten Hosen passen würde. Jede Frau hat so eine Hose im Schrank. Ich nenne sie die Zielhose. Entweder hat man sie sich in einem Anfall geistiger Umnachtung schon zu klein gekauft oder man hat wirklich mal reingepasst. Im Endeffekt spielt es keine Rolle – Fakt ist: frau passt nicht (mehr) rein.

Allerdings sollte man sich auch nicht komplett die Laune verderben, indem man z.B. bei Zero versucht eine Hose zu kaufen….

Ich trage ne 38 oder eine 40 – je nachdem wie das Teil geschnitten ist. Ich bin einfach eine wohlgenährte Durchschnittsfrau. Das reicht aber anscheinend schon aus, um bei Zero nicht ein Teil zu finden das passt. Ich wusste ja nicht, dass der Name des Ladens zugleich auch die einzig dort verfügbare Größe bedeutet! Ahnungslos nehme ich mir von einem Haufen eine Jeans in Größe 38 (angeblich). Da ich schon die Befürchtung habe, dass hier alles kleiner ausfällt, nehme ich die Hose noch in einer 40 mit, was mir in anderen Läden i.d.R. wirklich zu weit ist. In der Umkleidekabine das grauenvolle Erwachen: Die 38 bekomme ich nicht mal über meine Knie. Was ist das denn für eine Verarsche?! Schon leicht angesäuert pelle ich mich wieder aus der Hose raus und probiere die 40. Ein Teilerfolg, denn ich habe die Hose zum Teil an. Genauer gesagt bis zur Mitte des Oberschenkels. Ich könnte jetzt wirklich einen Bolzenschneider gebrauchen…Hilfä. Ich stürme aus der Umkleidekabine, pfeffere die Hosen zurück auf den Stapel und habe den Laden seitdem nicht mehr betreten. Ein gewiefter Marketing Mensch würde jetzt erkennen, dass so das Konzept von Umsatz und Kundenbindung irgendwie nicht aufgeht. Vor allem weil die überwiegende Mehrheit deutscher Frauen eher in eine „echte“ 38 als in eine Zero 38 passt. Allerdings behaupte ich, dass in einem Großteil der Marketingabteilungen von Klamottenläden absolute Vollidioten arbeiten. Würden Sie Geld verdienen und frohe Kundinnen haben wollen, dann wäre eine 38 eben eine 38. Oder sogar eine 40 die als 38 geschummelt ist. Die Kundinnen wären überglücklich und würden jede Menge Geld da lassen. Aber gut, wenn ihr kein Geld von deutschen Durchschnittsfrauen wollt, dann eben nicht.

Sollte ich jemals (ok, die Wahrscheinlichkeit ist gering) in eine Zero Hose passen, werde ich sie trotzdem nicht kaufen. Aus Solidarität mit der deutschen Durchschnittsfrau. Rebellion!!!

Neulich habe ich bei Pimkie im Schaufenster den Aufsteller gesehen „Wir führen jetzt Größe XXS“. Gut, der Laden ist für Teenager, aber auch Teenager haben ein Recht auf Beckenknochen und feste Nahrung, die im Körper verbleiben sollte, oder nicht?

Wie dem auch sei – meine Zielhose ist eine normale 36 und ich bin der guten Hoffnung, dass ich dort irgendwann wieder reinpasse und zwar ohne den Verlust aller meiner weiblichen Rundungen. Die meisten davon mag ich nämlich!

Montag Morgen

Montag Morgen und die Woche nimmt kein Ende

 

Beim morgendlichen Blick in den Spiegel musste ich feststellen, dass ich auf dem besten Weg bin Schlupflider zu bekommen in denen ich zur Not irgendwann den gesamten Inhalt meiner Handtasche unterbringen kann. Das passt perfekt zu meinem wenig zierreichen Schwimmring und den weißen Haaren (!!!), die mir seit Neuestem verstärkt an den Schläfen sprießen. Hallo? Geht es noch?? Das sieht vielleicht an Pierce Brosnan sexy aus, aber an mir auf keinen Fall! Ich drehe und wende mich vor dem Spiegel, so wie es Millionen von Frauen tun. Sind wir eigentlich alle Masochistinnen? Ja ich glaube schon. Ich entschließe mich das Gesehene umgehend zu verpacken und meine zuckerfreien Cornflakes zu essen. Eigentlich könnte ich auch Wellpappe essen, denn ich glaube, dass geschmacklich kaum ein Unterschied besteht.

Bei Punkt 6 zeigt mir Maxi Biewer wie schön das Wetter gerade auf Kreta ist. Ich schaue zum Fenster raus und möchte sie dafür umgehend erschlagen. Und dann ist auch noch Montag. Montag ist die Warze am Kinn der Woche. Der Tag an dem die meisten Diäten beginnen – und enden. Wer kennt es nicht – Montagmorgen gibt es ein Müsli auf Hirsebasis und einen Apfelschnitz. Mittags knurrt der Magen schon unüberhörbar, aber man zwingt ihn mit einem widerlichen Molkeshake in die Knie, nur um abends völlig ausgehungert den Kühlschrank zu plündern und sich danach zu fragen wo die morgendliche Disziplin hin verschwunden ist. Wahrscheinlich hat sie sich unter dem Bett verkrochen und beguckt sich die verstaubten Hanteln, Stepper und Therabänder, die niemand benutzt. Tja, aber nun ziehe ich die liebe Disziplin wieder unter dem Bett hervor und mache mich mit ihr auf den Weg zum Training.

Heute steht wieder Krafttraining auf dem Plan. Ich bin ziemlich stolz, dass ich noch keinen Muskelkater habe. Immerhin quäle ich meinen Körper schon seit einer Woche (!) mit regelmäßigem Sport. Zumindest attestierte mir mein Trainer, dass ich kein totaler Bewegungslegatheniker sei und auch meine Ausdauer ist für einen anerkannten Sportmuffel recht ordentlich. Walken kann ich in schnellem Tempo bis zum Mond und zurück, ohne dass mein Puls bedrohliche Werte annimmt. Also ist noch nicht Hopfen und Malz verloren.

Nachtrag (nach 1 ½ Std Training): AUA.

Neustart

Neustart

 

„Wie siehst du denn aus??“ fragt mich die Frau entgeistert. „Bist ganz schön mopsig geworden!“ Na dankeschön. Sehr charmant! Am liebsten würde ich ihr sofort an die Gurgel gehen, aber die Frau sitzt sicher hinter Glas. In meinem Spiegel nämlich.

Naja und wenn ich ehrlich bin hat sie ja auch irgendwie Recht. Vor sehr langer Zeit war ich sogar mal richtig durchtrainiert – ein wahres Kraftpaket. Bis zu 4 Mal die Woche Judotraining über 7 Jahre hinweg machen aus einem kleinen Mädchen ein kleines, mit Muskeln bepacktes Mädchen. Mit 9 findet man das voll cool. Mit 13 dann eher weniger. Besonders wenn das eigene Kreuz breiter ist als das des angebeteten Klassenschwarms. Bei den Ja/nein/vielleicht Zettelchen dürfen Sie dreimal raten welche Antwort ich immer bekam. Dazu war ich noch gut in der Schule und trug eine unsagbar hässliche Brille. Nur die Zahnspange blieb mir erspart, aber das hat es auch nicht rausgerissen. Also hörte ich mit Judo auf, um nicht irgendwann wie eine dieser gruseligen Bodybuilderinnen auszusehen. Von da an ging es natürlich gewichtsmäßig stetig nach oben. Ich hoffte noch zu wachsen. Vergebens. Bei 160 cm war Schluss. Bei 50 Kilo leider nicht. Das ist doch fies, oder? Kann man nicht einfach für jedes zusätzliche Kilo 1 cm wachsen?? Ok, Rainer Calmund wäre dann 4 Meter groß, aber das kann mir doch egal sein! Getreu Garfields Motto: „I’m not overweight – I’m undertall!“

Mit knapp 30 gilt die Ausrede „das ist Babyspeck – der verwächst sich noch“ ohnehin nicht mehr. Also versuche ich es jetzt nach unzähligen Diäten und Sportversuchen ein letztes Mal. Kraft- & Ausdauertraining sowie Ernährungsberatung sollen jetzt die ungeliebten Wabbelstellen endlich straffen. Klar geht das auch operativ oder mit einem handelsüblichen Tacker, aber zu solch martialischen Maßnahmen wollte ich noch nicht greifen, auch wenn sie verlockend sind.

Ich versuche nun meinen, von Diäten total genervten Stoffwechsel quasi zu rebooten. Beim PC ist das recht einfach, aber mein Stoffwechsel wehrt sich noch vehement. „Lass die Kalorien und die Kilos hier!“ höre ich ihn rufen. „Die brauch ich noch! Der nächste Winter kommt bestimmt und du willst doch nicht verhungern!!“ Manchmal kommt er mir vor wie eine zickige, dicke Hausfrau am Wühltisch mit der ich mich um eine Bluse streite. Ich zerre an einem Ende der Kilo-Bluse und rufe „Lass!sofort!los! Die brauchst du gar nicht – die steht dir sowieso nicht!“ und mein Stoffwechsel hält mit aller Macht dagegen „Meins! Meins! Meins!“ Eigentlich meint er es ja nur gut mit mir. Leider ist er zu blöd, um zu kapieren, dass die Steinzeit vorbei ist und ich nicht auf den Jagderfolg meiner Stammesbrüder angewiesen bin. Ich mag sowieso kein Mammut. Wird im Ofen schnell zäh. Ich muss mich nur an der Fleischtheke anstellen, was keiner großen Anstrengung bedarf. Mein Körper weiß jedoch nichts von Fleischtheken und auch nicht vom Süßwarengang…oder der Pastastraße…oder der Knabbermeile oder dem All you can eat buffet….oder…ach lassen wir das.

Jetzt ist Schluss damit. Ich bin jetzt 30. Ich weiß, ich werde keine Ballerina mehr, ich werde nie in eine 34 passen und auch bei Heidi Klum werde ich wohl keine Chance bekommen (jaja du hast kein Foto für mich…pfff!), aber ich will mich einfach wohlfühlen in meinem Körper und deswegen werde ich ihm 5-8 Kilo abtrotzen. Irgendwie. Ich werde euphorisch, niedergeschlagen, fröhlich, wütend, triumphierend und natürlich unausstehlich sein. Bis ich endlich wieder eine 5x vor dem Komma auf meiner Waage sehe.