Sahnetortencarpaccio - das Buch!


Als Taschenbuch für alle Papier-Haptik-Liebhaber, Seitenknicker und mit-Buch-ins-Bett-Kuschler.

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Also kurz die Gemüsesticks beiseite schieben und sich neuen Lesestoff auf den E-Book Reader oder den PC ziehen! Wohl bekomm's.

Blog

drüber gestolpert...

Manchmal begegnen einem im Alltag Begebenheiten, die einen stutzen lassen - insbesondere rund ums Thema Gewicht und abnehmen...ein kleiner Auszug:

Gerade wieder Radiowerbung gehört - die neue
Apfel-/Nudel-/Sauerkraut-/was weiss ich- Diät in Bild der Frau. 3 Kilo
in 3 Tagen. Sicher. Und im gleichen Heft wahrscheinlich wieder die
besten Sahnetortenrezepte mit Gelinggarantie! :D

Das ist vergleichbar mit der Wettervorhersage von Maxi Biewer bei Punkt 6: Hier
ist Mistwetter, aber auf Mallorca hat es 23 Grad! :D Danke Maxi. Danke
Bild der Frau!!

und hier noch ein wichtiger Hinweis für den Coffee to go:

Wenn man bei Starbucks einen kleinen Mocha mit
MAGERMILCH bestellt muss man extra noch dazu sagen, dass man KEINE Sahne
obendrauf möchte!!

Aber ist ja klar - die kleene Pummelfee will bestimmt Magermilch, damit die Sahne noch ins Kalorienbudget passt...lol

Horror Umkleidekabine Reloaded oder: Demütigung auf 1m²

Es begab sich bereits vor langer Zeit, da suchte ich Textilien, welche zum Schwimmen geeignet sind…

Ich behaupte eine selbstbewusste Frau zu sein. Ich kann einiges einstecken, aber auch in gleichem Umfang austeilen, egal bei wem, egal wo. Egal wo?
Nein, ich muss zugeben, dass es einen Ort gibt, an dem mein Selbstbewusstsein augenblicklich nach Betreten desselbigen ins Trudeln gerät und am Boden zerschellt wie eine alte russische Tupolew. Was für Superman die kräfteentziehende Kryptonitkammer, ist für mich die Umkleidekabine. Der Alptraum eines jeden Shopping Trips. Ich betrete den Ort der Erniedrigung und schon ist jegliche Gute Laune so schnell entschwunden wie ein Media Markt Verkäufer wenn er einen Kunden sieht. Dabei könnte alles so schön sein. Schummrige, cellulitefreundliche Beleuchtung und konvexe Spiegel die jede Größe 48 wie eine 38 erscheinen lassen. Der Umsatz würde in astronomische Höhen schnellen. Ist das denn kein Anreiz, wo unsere Konjunktur schon seit Jahren im **** ist? Frauen würden sich fröhlich mit Geldbündeln winkend einkleiden und alle wären glücklich! Doch die Realität sieht leider anders aus.

Es begab sich einst, dass ich unwissend und naiv gleich in der Königsdisziplin des Umkleide-kabinenhorrors antrat: Bademoden. Haben sie schon mal Bademoden gekauft? Nein, ich meine nicht bei Otto, Neckermann, Bonprix & Co im stillen Kämmerlein, wo man seinen hemmungslosen Heulkrampf bei der Anprobe richtig ausleben kann– das ist nur für Anfänger! Ich spreche von der Bademodenabteilung im Kaufhaus, von mir auch das „Tal der Tränen“ genannt. Alles was ich wollte war ein Badeanzug. Was ich bekam war eine höchst traumatische Erfahrung, eine Schwimmbad-phobie und kein Badeanzug. Darüber hinaus beging ich den Kardinalsfehler meine bessere Hälfte mitzunehmen. Eine dieser tollen Ideen, wie ich schon so viele hatte. So wie damals, als ich beschloss herauszufinden, ob ich nicht trotz Glatteis mit meinem Moped zur Schule fahren kann. AUA AUA.

Bis zu diesem Moment in dieser Umkleidekabine hätte ich es nicht geglaubt, dass es einen Badeanzug gibt, bei dem die Beschreibung „unvorteilhaft“ so untertrieben sein kann. Genauso untertrieben, wie von Herrn Wulff zu behaupten, er ließe sich nur äußerst ungern zu etwaigen Urlauben und Veranstaltungen einladen. Das unbarmherzige Licht des Umkleidekerkers verlieh meiner Haut einen entzückenden gräulich-weißen Teint, wie er sonst nur bei aufwendig geschminkten CSI- Wasserleichen zu finden ist. Dadurch konnte ich auch endlich deutlich sehen, dass ich die komplette Mond-Kartografie auf meinen Oberschenkeln und meinem Hinterteil mit mir spazieren trug. Ich schwöre, ich habe die Flagge von Neil Armstrong an meinem Po gesehen. Vielleicht war’s aber auch nur das Schildchen meiner Unterwäsche. Wer weiß das schon so genau. Notieren: Meinen Hintern und meine Oberschenkel der NASA-Forschungsabteilung stiften.


Der Badeanzug schaffte es jedenfalls in nahezu perfekter Weise, alle Vorzüge die ich aufweisen kann komplett zu kaschieren. Heraus kam ein bleichgesichtiger, birnenförmiger Mops mit platt gedrückten Brüsten der mich vom Spiegel aus entgeistert anstarrte. Bleierne Fassungslosigkeit lähmte mich, aber es war ja sowieso kein Fluchtweg in Sicht. „Zeig mal!“ tönt es von der anderen Seite des Vorhangs aus. Zwischen mir, die gerade aussah wie ein genetisches Experiment aus der Stammzelle einer DDR Schwimmerin, und dem Mann, der mich noch möglichst viele Jahre attraktiv finden sollte, war nichts weiter als ein Vorhang. Noch heute bewundere ich ihn dafür, dass er nicht schreiend davon gelaufen ist, als er den Vorhang langsam zur Seite schob und das ganze Ausmaß des Alptraums in blau-türkis sehen konnte. Vorhang auf für meine Horrorshow. „Och naja…..er ist….ähm…..ja einfach nicht so…..hmm….also nicht wegen dir, das liegt einfach an dem Schnitt finde ich…“ Wenn man sich einer zutiefst frustrierten Frau mit bebender Unterlippe gegenüber sieht, die kurz davor steht einen Nervenzusammenbruch zu bekommen, ist es sicherlich schwer die richtigen Worte zu finden. Vor diesem Hintergrund war er sehr diplomatisch.

George Bush dagegen hätte mich seinerzeit wahrscheinlich sofort mit Skat-Raketen beschossen, da jemand der so aussieht, auf jeden Fall zur Achse des Bösen gehören muss. Zudem habe ich ja auch offensichtlich mein eigenes Atomwaffentestareal am Körper oder wie sonst lassen sich diese Krater erklären? Nur noch im Unterbewusstsein agierend zog ich den Vorhang wortlos zu und pellte mich aus dem Synthetik-Monster. Dabei sah ich mich noch mal ungläubig im Spiegel an. Ist wahrscheinlich wie bei einem Unfall oder dem Titelbild von Tatjana Gsell auf dem Playboy – man ist total fasziniert von dem grausigen Anblick und kann einfach nicht wegschauen. Drei Tage später begann ich langsam wieder zu sprechen und feste Nahrung zu mir zu nehmen.

Nun soll es mal wieder in Urlaub gehen. Inzwischen bin ich etwas selbstbewusster geworden und ich kenne die Gefahren herkömmlicher Umkleidekabinen und die erbärmliche Bademodenauswahl in Kaufhäusern. Dort gibt es nämlich nur 3 Kategorien: Sportbadeanzüge Marke „Kleiderschrank“,
Oma Badeanzüge zu denen man auch gleich die passende Blümsken-Badehauben dazukaufen kann und zu guter Letzt Bikinis, bei denen man sich fragt ob es denn etwas mehr Stoff sein darf. ICH BIN NICHT MICAELA SCHÄFER!!! Ich leide nicht an Textil-Bulimie!! Also: Ich bestelle ich im Katalog. In spätestens 2 Wochen werde ich dann berichten, ob der schicke Tankini passt und ich mich damit an den Strand wagen kann ohne eine Massenpanik auszulösen.

No Zumba, Senorita!

Kaum spielt die Schulter wieder einigermaßen mit, hat mich eine Erkältung erwischt. Wenn man bedenkt, dass ich mir die auf dem Nachhauseweg von einer gruseligen Ü-30 Party geholt habe, erscheint die Erkältung noch sinnloser. Bin ich froh kein Single zu sein – wenn einen am Eingang schon ein Michael Jackson Double mit gegeltem schwarzen Minipli empfängt…also ich habe Dinge gesehen…schreckliche Dinge.

Egal, nun ist sie da die Erkältung und Sport fiel somit diese Woche aus. Meine Waage verzeiht das natürlich nicht im Geringsten und die Zahl, die dieses Mistding anzeigt, ist noch immer die gleiche wie letzte Woche. Auch die „erst-ein-Zeh-dann-zweiter Zeh“-Methode verhilft nicht zum gewünschten Erfolg. Und jetzt steht auch noch das Wochenende vor der Tür nebst Essenseinladung in ein feines französisches Restaurant. Das bedeutet: unter 7 Gängen geht nichts. Hoffentlich sind die Portionen haute cuisine-mäßig en miniature. „Wie fandön Sie ihr Essön, Madame?“ „Mit einer Lupe – dankö der Nachfrage!“

Eines hat mich diese Woche aufgerichtet – Beyonce sieht ein paar Wochen nach der Geburt so aus, wie eine Frau eben normalerweise nach einer Schwangerschaft aussieht. Danke. Bin ich doch schon so manches Mal an den Grazien verzweifelt, die 2 Wochen nach der Niederkunft schon wieder über die Laufstege der Welt schwebten, wie entrückte Fabelwesen, die weder durch Schwangerschaftsstreifen noch irgendwelche Extrakilos gebrandmarkt waren. Ich ertappe mich dann jedesmal bei dem Gedanken „Du bist und warst nichtmal schwanger und bist mopsiger als die!!“ Aber wir wissen ja: Kümmert sich ums Kind eine Nanny, um die Ernährung ein eigens eingeflogener, makrobiotischer Koch und um deine Figur David Kirsch, dann sieht man halt so aus. Würde mich David Kirsch allerdings morgens um 6 aus dem Bett schmeißen und zum Waldlauf bitten, müsste er sich warm anziehen. Ganz warm. Soviel ist sicher.

Efficient Unmoppeling

Liebe Organe, Blutkörperchen, Hormone und sonstige Körperbewohner,


Ich danke Ihnen im Namen der Geschäftsführung, dass sie so zahlreich unserer Einladung zum Vortrag „Efficient Unmoppeling 2012“ gefolgt sind. Gleich zu Beginn möchte ich mich zu den Spekulationen hinsichtlich eines drohenden Gewichtsabbaus in einigen Körperbereichen äußern. In den vergangenen 31 Jahren ist unsere Geschäftseinheit stetig gewachsen. Wir sind 1980 mit lediglich 3,3 Kg gestartet und wo stehen wir heute? Bei sensationellen 67 Kg und das bei gerademal 160 cm Körpergröße! Führen Sie sich das vor Augen - dies entspricht einer Steigerung von über 2000%! Allein in den letzten 2 Jahren betrug der FatFlow im Durchschnitt konstant 2 Kg pro Geschäftsjahr. Der BMI hat mit 26,2 seinen Höchststand erreicht, wodurch wir das in uns gesetzte Vertrauen unserer Anleger, allen voran Ferrero, Milka und Buitoni, belohnen konnten. Wir können zufrieden, nein – mehr als zufrieden mit unserer körpereigenen Überlebensstrategie sein. Unsere Geschäftseinheit ist bestens gerüstet für drohende Hungersnöte, eine neue Eiszeit oder die Folgen der Weltwirtschaftskrise. Wenn die Kate Moss GmbH schon Insolvenz anmelden muss, werden wir noch ausreichende Bestände haben, um mindestens 5 Jahre weiterwirtschaften zu können.


In dieser komfortablen Geschäftssituation darf man jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass zu hohe Bestände, aufgrund der Opportunitätskosten des gebundenen Kapitals rund um die Hüften, auch zu Problemen führen können. Hier sind vor allem Übellaunigkeit der Geschäftsführung, sowie steigende Kosten am Textilmarkt für Kleidungsstücke in Größe L zu nennen. Aus diesem Grund hat sich die oberste Hierarchieebene für eine Re-Organisation gewisser Körperbereiche entschieden – auch im Hinblick auf die Konkurrenzsituation am Strand oder im Spa. Ein Gewichtsabbau, insbesondere bei den Fettzellen rund um die Business Area der Körpermitte ist daher leider unvermeidlich.


(Raunen im Saal)


Bitte – Sie alle wissen, dass diese Maßnahme nicht überraschend kommt. Die Geschäftsführung hat bereits in den Jahren zuvor versucht sich mit dem Speckrat auf einen geordneten Fettabbau zu einigen. Leider ohne Erfolg. Die Geschäftsführung hat zur Unterstützung sogar zahlreiche Stellen im Bereich Muskulatur aufgebaut, dennoch war der Speckrat, selbst durch Sport, nicht zu weiteren Zugeständnissen bereit. Nun bleibt uns keine andere Wahl, als unsere Einnahmen, im Wesentlichen Rotwein, Schokolade und Pasta, strenger zu monitoren. Wir gehen dieses binding commitment ganz bewusst ein, um unsere Stellung am Markt und auch unsere Attraktivität für unser Joint Venture zu steigern. Ich hoffe ich kann auf Ihre Unterstützung zählen, denn jetzt kommt es auf jede einzelne Kalorie an.


Vielen Dank.


I.A.
Die Geschäftsführung

Power-Häkeln für Fortgeschrittene

 

Ich mache Sport. Nochmal zum Mitschreiben: ICH MACHE SPORT! Schon seit 2 Jahren wackele ich beim Zumba eifrig zu lateinamerikanischen Klängen mit meiner ausladenden Hüfte. Man kommt mächtig ins Schwitzen und Spaß macht es obendrein. Das Einzige was ich nicht verstanden habe ist: WARUM ICH TROTZDEM IMMER WEITER ZUNEHME!! *grmmpf* Andere Kursteilnehmerinnen haben sich inzwischen fast halbiert, aber ich bleibe wie ich bin. Ganz ohne Du darfst!

Beim Zumba verbrennt man so viele Kalorien, dass man sie normalerweise nicht wieder reinfressen kann, außer man mampft danach ein kleines Spanferkel alleine weg. Mache ich nicht. Eigentlich esse ich im Normalfall nach dem Sport gar nichts mehr. Völlig frustriert beschließe ich meinen Körper mittels Elektroden durchmessen zu lassen, denn auf die ungenaue Körperfettwaage scheint kein Verlass zu sein. Der elektrische Strom einer solchen Waage kommt nämlich anscheinend nur bis zur Hüfte. Logischerweise ergibt sich dann ein Körperfettanteil der jenseits von Gut und Böse ist…bzw… Oberböse. Sowas von.

Also gut….dann eben richtig. Ich lasse mich bei meiner Ärztin verkabeln und nach wenigen Minuten kommt das Ergebnis aus dem Drucker. Ich bin gespannt welche Hiobsbotschaft es für mich bereithält. Ich habe ca. 7 Kilo in den letzten 3 Jahren zugelegt. Mal sehen wo die sitzen. Aha. In den Muskeln. Fröhlich verkündet mir meine Ärztin, dass ich Top Werte habe…eben nur (O-Ton) sch***e verteilt. Ich habe in absoluten Zahlen 7 Kilo mehr Muskelmasse als für eine Frau in meinem Alter und mit meinen Maßen normal wäre. Mein Körper hat also beschlossen den Fettabbau nicht weiter voranzutreiben und auf den vorhandenen Speck einfach noch Muskeln draufzupacken. Schönen Dank auch. Ich frage sie, wie ich es denn dann schaffen soll abzunehmen? Mich hinsetzen und auf besseres Wetter warten bis die Muskeln verschwinden?? Darauf wusste sie keine konkrete Antwort. Ich auch nicht.

Eine entzündete Schultersehne hat dann meinen sportlichen Tatendrang von selbst unterbrochen. Mit dem Ergebnis, dass die Muskeln ohne Umwege einfach wieder in Fett zurückverwandelt wurden. Wie Wasser in Wein. Nur umgekehrt. Und weit weniger nützlich.

Ein Fitnesstrainer legte mir dann ans Herz doch eine Pulsuhr zu benutzen, denn ich wäre von meiner Physis her halt der Typ, der sofort Muskeln aufbaut, sobald ich außerhalb meines Fettverbrennungspulsbereichs komme. Im Prinzip habe ich die genetischen Voraussetzungen eines Feldochsen soll das wohl auf deutsch heißen. Jede Menge Herren der Schöpfung beneiden mich bestimmt um diese Gene. Wie schade, dass ich keine Verwendung für ein V-Kreuz habe.

Also gut…ich habe mir zu Weihnachten eine Pulsuhr gewünscht und auch bekommen (Dankeschön :o)). Voller Tatendrang zog ich sie an, schnürte den Brustgurt und lief los. Ganz locker. Bereits nach 10 Metern war ich trotz meiner passablen Kondition außerhalb des Fettverbrennungspulses. Das ist ja großartig. Wie wäre es wenn ich statt zu laufen mit Power-Häkeln anfange?? Genervt vom ewigen PIIIIIEEEEP meiner Pulsuhr schalte ich also 2 Gänge runter und beginne zu walken. WALKEN. Allen Walkern sei vorneweg gesagt: Nehmt es nicht persönlich. Walken ist so ziemlich die langweiligste körperliche Betätigung neben Eisstockschießen. Um es auf den Punkt zu bringen: Walken ist für mich Kleinmädchen-Jogging, das für alle erfunden wurde, die zum Laufen zu faul sind. Basta. Wenn ich nicht schwitze und im UMMZ UMMZ UMMZ Takt laufen darf, ist es für mich kein Sport. Dabei Hörbücher hören und ab und zu an den Rosen am Wegesrand zu schnuppern ist für mich keine Option. Dann bleibt halt wo ihr seid ihr doofen Muskeln. Allerdings könntet ihr mal endlich von den Beinen oder der Schulterpartie in meinen Wabbelbauch rutschen. Das wäre wirklich nett!!
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